Festivals et Tournées
La Compagnie Le Feu Follet a déjà participé à un grand nombre de festivals, à des échanges internationaux, et à des tournées hors de la région parisienne. C’est à chaque fois toute une petite troupe qui se déplace, les enfants-comédiens étant accompagnés de l’équipe artistique, qui assure leur encadrement et leur sécurité.








Reconnaissances Médiatiques

La Compagnie Le Feu Follet est très fière de vous annoncer la publication, chez l’Harmattan, d’un article d’Antoine Pignot (ancien enfant comédien du Feu Follet, actuel vice-président) dans l’ouvrage collectif Apprentissage par le théâtre et les contes.
Il y retrace son parcours au sein de la compagnie, et rend compte de son expérience d’enseignant (notamment en théâtre).
L’article peut être consulté en ligne en cliquant sur ce lien.
Et l’ouvrage peut être commandé sur le site de l’Harmattan en cliquant sur ce lien.
Bonne lecture !

Vivre a Antony :




Das Theater der zweisprachigen Monster – 22 août 2006
Jugendliche aus Reinickendorf und Antony bei Paris spielen aus Anlass der 40-jährigen Städtepartnerschaft die griechische Tragödie « Die Furien »
Finstere Gestalten erheben und senken sich. Plötzlich werden sie von einem Schatten inBewegung gesetzt. Eine Figur weckt die nächste. Sie sind Furien, Monster aus der griechischen Mythologie. Sie wollen Rache und Zerstörung – zumindest auf der Bühne. Im richtigen Leben sind sie Schüler aus den Klassen sechs bis acht des Romain-Rolland-Gymnasiums in Reinickendorf.
Die Jüngste unter ihnen heißt Alexandra Sinelnikova. Sie krümmt ihren Körper und schleicht auf der Bühne, schnüffelnd. Mit ihren langen roten Haaren wirkt sie viel furchterregender, als die zierliche Gestalt der Zwölfjährigen bei Tageslicht vermuten lassen würde. So wie 16 andere Jugendliche nimmt Alexandra an einemaußergewöhnlichen Austauschprojekt teil. Die Idee: Deutsche und französische Jugendliche führen gemeinsamein zweisprachiges Theaterstück auf. Initiiert wurde der Austausch von der französischen Regisseurin und Theaterpädagogin Corinne Kemeny.
Kemeny kämpft seit Jahren für die Anerkennung von Jugendlichen als ernst zu nehmende Schauspieler. « Im Alter zwischen zwölf und vierzehn haben die Kinder eine ungeheure Energie und eine sehr starke Vorstellungskraft. Sie sind offen und neugierig, sie haben noch keine Komplexe – das unterscheidet sie von Erwachsenen. » In Antony bei Paris gründete Kemeny 1998 die Kinder-Theatergruppe « Le FeuFollet » – « Das Irrlicht ». Die Schauspieler besuchen in Paris mehrere Schulen und sind dieAustauschpartner der Gymnasiasten aus Reinickendorf.
Kemeny möchte auch in Berlin eine deutsche Theatergruppe mit Jugendlichen gründen – unabhängig von Schulen. Einige der Schüler vom Romain-Rolland-Gymnasium werden im kommenden Jahr die Truppe « Theatropolis » bilden. Die länderübergreifende Theaterarbeit soll in Zukunft sogar auf Warschau ausgedehnt werden.
Dieses Jahr arbeitet Kemeny zum ersten Mal mit deutschen Jugendlichen zusammenund hat für denbinationalen Austausch die Tragödie des Orest von Aischylos gewählt. Die erste Hälfte des Stückes spielen die französischen Schüler auf Französisch, die Deutschen die zweite Hälfte, in der sich deutsche und französische Sätze abwechseln. In dem Stück, das im Trojanischen Krieg angesiedelt ist, geht es in einer Gewaltspirale um religiöse Opfer, Familienmorde und Rache.
« Der griechische Mythos schafft Distanz und ist eine gemeinsame Grundlage der deutschen und französischen Kultur. Gemeinsam Krieg zu « spielen » verhindere reale Feindschaften, hofft die 37-jährige Regisseurin. Die sind zwischen Frankreich und Deutschland aber schon längst Geschichte: Reinickendorf feiert dieses Jahr seine 40-jährige Städtepartnerschaft mit Paris-Antony. Diesen Anlass hat Kemeny als Ansporn für den Theateraustausch genommen.
Die Reinickendorfer besuchen so genannte europäische Klassen und haben mehrere Fächer auf Französisch.Das Besondere seien aber nicht ihresprachlichen Fähigkeiten, sondern ihr starker theatralischer Ausdruck, lobt Kemeny die Leistung der deutschen Gruppe. « Die fremde Sprache wirkt bei ihnen wie eine Maskeund bringt ganz neue Aspekte ihrer Persönlichkeit ans Licht. Die Kinder schauen sich an, hören sich zu, sind immer überrascht von dem, was ihr Gegenüber sagt. Das macht professionelle Arbeit aus », sagt die Regisseurin.
Das Theaterprojekt hat Alexandra mehr Sicherheit in der französischen Sprache gebracht. Ihre rote Mähneschwingend, geht die gebürtige Russin nach Hause. In dieser Ecke von Reinickendorf sind die Straßenschildernoch auf Französisch – Überbleibsel der französischen Besatzung. So dürfte sich die Austauschpartnerin von Alexandra sich hier wie zu Hause fühlen.
NADJA DUMOUCHEL

Lethargie zum Jahrestag – 02 juillet 2007
Die Städtepartnerschaft von Berlin und Paris wird heute 20 Jahre alt. Dass fast niemand richtig feiert, liegtam mangelnden Interesse auf deutscher Seite, meinen Expertinnen. Immerhin gibt’s ein zweisprachiges Schülertheater.
Im Gegensatz zu vielen anderen Touristen sind Marine Dartiailh undSarah Flicoteaux nicht zum Potsdamer Platz gekommen, um Eis zu essen oder einzukaufen. Die beiden 13 Jahre alten Pariserinnen wollen sich von dem futuristisch anmutenden Ort inspirieren lassen. Denn die Türme dort ähneln ein wenig den Bautenin Fritz Langs legendärem Stummfilm « Metropolis ». Und die jungen Französinnen sind nach Berlin gekommen,um als Mitglieder einer deutsch-französischen Theatergruppe ein in Anlehnung an Lang »Metropole » betiteltes Stück aufzuführen. Der Anlass: das 20-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft von Berlin und Paris, die seit dem 2. Juli 1987 besteht.
Wenn sie heute Abend mit Schülern des Romain-Rolland-Gymnasiums auf der Bühne des ReinickendorferFontane-Hauses stehen, werden die NachwuchsschauspielerInnen die Einzigen sein, die an den Jahrestagerinnern. Die Senatsverwaltung hat für dasJubiläumkeineVeranstaltungorganisiert. Das erstaunt – hatder Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) doch seit Anfang des Jahres das Amt des Bevollmächtigten der Bundesregierung für deutsch-französischeKulturbeziehungen inne. Es sei zeitlich nichts einzurichten gewesen, sagt Senatssprecher Michael Donnermeyer. Im Herbst würden anlässlich des Jubiläums die Designerszenen beider Städte dem jeweiligen Partner vorgestellt. Am 19. September eröffnet im Märkischen Museum die französische Ausstellung « Design Reference Paris ».
Der Mangel an Initiativen zum Jahrestag ist für Ulla Brunkhorst ein « allgemeiner Trend » der deutsch-französischen Beziehungen. « Die Städtepartnerschaften haben in denletzten Jahren viel Elan verloren », sagt Brunkhorst, die bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik für den « Deutsch-Französischen Zukunftsdialog »zuständig ist. Die Notwendigkeit der Nachkriegsjahre, aktiv etwas für die Versöhnung zu tun, bestehe nichtmehr. Gerade bei der jungen Generation sei ein nachlassendes Interesse am Partnerland festzustellen. Um dem entgegenzuwirken, hat die Gesellschaft am 22. Juni in Berlin ein erstes Treffen mit je zehn jungen Nachwuchskräften aus Frankreich und Deutschland initiiert, die etwa an der französischen Botschaft, beim Radio oder an der Universität tätig sind.
Heike Hartmann, verantwortlichfür den Bereich Jugendund Partnerschaft beim Deutsch-Französischen Jugendwerk in Berlin, siehtähnlich wie Brunkhorst den fehlenden Generationswechsel in den Partnerschaftskomiteesals Grund für die Lethargie. « In den verantwortlichen Gremien ist eine gewisse Alterung festzustellen », sagtsie. Mit einer Tagung in Paris im Oktober möchte das Deutsch-Französische Jugendwerk Vereine und Stadtverwaltungen beraten, wie sie besser die Jugend in neue Austauschprojekte integrieren können.
Hartmann begrüßt Initiativen wie die der französischen Regisseurin Corinne Kemeny, die mit ihrer zweisprachigenTheaterarbeit eine Partnerschaft zwischen Reinickendorf und Paris-Antony neu belebt hat. Die Pariserin willdamit die Kinder fördern. « Sie verstehen alle Konflikte. In der Auseinandersetzung mit Fritz Langs Film stellendie Jugendlichen selber Verbindungen zu den Problemen der beiden Großstädte her », sagt die Regisseurin. Die Arbeiterszenen assoziierten sie mit den Fernsehbildern der brennenden Autos in den Banlieues, dieSzene der Arbeiterrevolution mit den Unruhen im vergangenen Jahr in Paris.
NADJA DUMOUCHEL